Frage an Frau Giffey

Die Bundesregierung möchte junge Menschen an politischen Themen beteiligen. Die Bundesjugendkonferenz bietet engagierten Jugendlichen einmal im Jahr die Möglichkeit, sich über politische Themen auszutauschen.  Am 11. und 12.09.2020 hat Jana von JvJ NRW die Bundesjugendkonferenz virtuell für euch besucht. Hier hatte sie unter anderem die Möglichkeit, eine Frage an die Bundesfamilienministerin Frau Giffey zu stellen. Jana wollte wissen, wie der aktuelle Stand der Überarbeitund des Kinder- und Jugendhilfegesetzes ist. Dabei soll z.B. die 75%-Regel verbessert werden.

Interessiert euch Janas Frage und was Frau Giffey geantwortet hat? Dann könnt ihr hier ganz zum Schluss bei ca. 1 Stunde 30 Minuten nachschauen.

Nachgefragt!

Josi ist mit 12 Jahren zur Wahl für JvJ NRW angetreten. Mittlerweile ist sie 14 Jahre alt und vertritt als jüngstes Mitglied von JvJ NRW eure Interessen. Hier berichtet sie von ihrem Engagement bei JvJ NRW.

 

Du bist Mitglied bei Jugend vertritt Jugend NRW. Was hat dich für deine Kandidatur 2019 motiviert?

In der Jugendhilfe läuft vieles nicht so, wie es laufen sollte. Es herrscht viel Ungerechtigkeit und die Kinder und Jugendlichen können sich nicht immer richtig beteiligen. Ich möchte Kindern und Jugendlichen in der Jugendhilfe eine Stimme geben und ich möchte, dass sie sich beteiligen können und ihre Rechte kennen.

 

Welche Themen habt ihr in dem vergangenen Jahr bearbeitet? Worauf seid ihr/ bist du dabei besonders stolz?

Wir haben uns hauptsächlich darauf fokussiert, dass die 75% Regelung verringert werden soll. Wir haben eine Petition gestartet, welche ungefähr 12.000 Unterschriften hatte und diese zum Bundestag geschickt. Außerdem haben wir ein Logo für JvJ entworfen und Flyer, Sticker, Pullis und T-Shirts gemacht.

 

Gibt es Themen, die ihr als nächstes bearbeiten wollt? Welche sind das und wie kommt ihr an diese Themen?

Als nächstes wollen wir uns um WLAN in Wohngruppen kümmern. Außerdem haben wir einen Fragebogen an alle Einrichtungen in NRW geschickt. Dort fragen wir Kinder und Jugendliche nach ihren Themen. (Insgesamt haben sich über 1.000 junge Menschen an der Fragebogenaktion beteiligt. Sobald die Auswertung abgeschlossen ist, wird auf der Homepage über die Ergebnisse informiert)

 

Wie sieht der Kontakt zu den Interessenvertretungen der anderen Bundesländer aus?

Anfang des Jahres gab es ein Treffen in Bayern, bei dem alle Interessenvertretungen waren. Das soll jetzt jedes Jahr stattfinden. Sonst besteht Kontakt über eine Whatsapp-Gruppe.

 

Stell dir vor, wir haben das Jahr 2030 und JvJ NRW gibt es seit über 10 Jahren. Was sollte sich deiner Meinung nach in der Kinder- und Jugendhilfe in Bezug auf die Themen Kinderrechte und Beteiligung verändert haben?

Ich denke, alle Kinder und Jugendlichen aus Wohngruppen sollten ihre Rechte kennen und auch für diese einstehen. Außerdem sollen sie sich mehr beteiligen an Themen. Sie sollten vielleicht auch etwas mehr Geld bekommen. Und sie sollten mitbestimmen dürfen, was mit ihnen passiert!

 

Wie können Kinder und Jugendliche aus Einrichtungen in NRW Kontakt zu euch aufnehmen?

Wir haben eine Homepage (https://www.gehoert-werden.de/de/jugend-vertritt-jugend-jvj-nrw/), auf der es Infos gibt. Außerdem eine E-Mail Adresse (jvj-nrw@gmx.de), an die uns Kinder und Jugendliche gerne ein Mail schreiben können. Wir haben auch einen Instagram-Account (jvj_nrw), auf welchem wir immer erreichbar sind.

 

Wir unterstützen das Positionspapier des Landesheimrats Bayern

Kennt ihr das? Die Diskussionen um WLAN in den Wohngruppen, schlechte Verbindungen oder dass der Internetzugang nur über den Gruppen-PC möglich ist? In vielen Wohngruppen sind schlechte oder keine Zugänge zu WLAN ein Problem, über das junge Menschen und Fachkräfte diskutieren und streiten.

Gerade in Zeiten von Corona, wo soziale Kontakte lange Zeit nur noch über Telefon und Internet möglich waren und "Homeschooling" in aller Munde ist,  können schlechte Internetzugänge richtig problematisch werden.

Der Landesheimrat Bayern bezieht dazu aktuell Stellung. Wir unterstützen das Positionspapier mit guten Argumenten und Forderungen und laden euch ein, es selbst auch zu verbreiten oder als Grundlage für eine neue Diskussion in euer Einrichtung zu nutzen.

 

Positionspapier WLAN.pdf

Am 07. Mai 2019 wurden die 11 Mitglieder von JvJ NRW von 80 Kindern und Jugendlichen aus vielen Einrichtungen NRWs während der der Veranstaltung „Gehört werden!“ in Duisburg gewählt.

Nun ist bereits ein Jahr vergangen und in diesem ersten Jahr unserer zweijährigen Amtszeit haben wir viel geschafft und erlebt:

Zuerst haben wir eine Petition zur 75% - Regelung gestartet, die sage und schreibe fast 12.000 Unterschriften erhalten hat. Natürlich blieb das der Öffentlichkeit nicht fern und wir bekamen viele Presseanfragen (u.a. aktuelle Stunde und WDR), um uns zu diesem Thema zu interviewen.

Auch Anfragen zu Veranstaltungen nahmen wir gerne an, um JvJ NRW zu vertreten und bekannter zu machen. Auf unserer Instagram Seite jvj_nrw findet ihr einige Eindrücke zu den Veranstaltungen, an denen wir teilgenommen haben.

Im Januar 2020 hat der Landesheimrat Bayern alle in Deutschland bisher gewählten (und zukünftigen) Interessenvertretungen nach Ipsheim zu einem Bundestreffen eingeladen, um uns auszutauschen und gemeinsame Themen zu sammeln. Fazit dieser erfolgreichen Tagung war, dass es Interessenvertretungen in allen Bundesländern Deutschlands geben soll sowie weitere Bundestreffen.

Die fünf Sitzungen, die wir im Laufe des Jahres als Interessenvertretung abgehalten haben, waren voller Produktivität, Ehrgeiz und Teamwork, mit denen wir an die Themen herangegangen sind und wir sind stolz auf unsere Ergebnisse.

Es ist in dieser kurzen Zeit so viel passiert und wir möchten von Herzen für euer Vertrauen danken. Wir freuen uns sehr auf unser zweites Jahr unserer Amtszeit mit vielen Themen, Veranstaltungen und vor allem darauf, uns mit euch auszutauschen.

Auch wenn die „Gehört werden!“-Veranstaltung in diesem Jahr leider nicht stattfinden kann, freuen wir uns umso mehr auf nächstes Jahr!

Ganz liebe Grüße

JvJ NRW

Liebe Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene,

wir haben eine Fragebogenaktion gestartet. Ihr könnt daran teilnehmen, wenn ihr in einer stationären Erziehungshilfe-Einrichtung in NRW lebt. Wir freuen uns über viele Antworten. Hier findet ihr einen Brief in dem wir euch erklären, warum wir das machen und den Fragebogen. 

Wenn ihr möchtet, könnt ihr den Fragebogen auch ganz einfach hier online ausfüllen.

Wir freuen uns über viele Antworten!

Euer JvJ NRW

Brief an euch

JvJ Anschreiben_final.pdf

Fragebogen

Fragebogen.pdf

JvJ NRW bei der Bundestagung in Bayern

Ein Erfahrungsbericht

Am Freitag, den 31.01.2020 gegen Mittag sind wir gemeinsam mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Ipsheim (Bayern) gefahren. Während der Zugfahrt haben wir unseren neuen Pullover und unsere T-Shirts bekommen. Nachdem wir nach einer entspannten, aber auch anstrengenden Zugfahrt am Bahnhof Ipsheim abgekommen sind, wurden wir mit dem Auto abgeholt. Dann ging es zur Burg Hoheneck, wo wir das Wochenende verbracht haben.

Es waren die Landesheimräte aus Bayern (Gastgeberbundesland), Brandenburg, NRW und Hessen dabei. Außerdem Vertreter*innen aus Rheinland-Pfalz, die im Sommer ein Gremium wählen.

Nachdem die Zimmer bezogen und gegessen wurde, haben wir uns im Plenum getroffen und es hat einen ersten Austausch gegeben. Am Samstag wurden nach dem Frühstück Themen gesammelt für die nächste Arbeitsphase. Diese Phase wurde von Vertretern aus Brandenburg und NRW moderiert.

Die Themen waren: Vorurteile/ Image, Vernetzung mit anderen Bundesländern, Unterschiede zwischen den Bundesländern, Öffentlichkeitsarbeit, Konzepte der Jugendhilfe, Toleranz und Rassismus und Motivation der Gremien.

Danach wurde in Kleingruppen weiter gearbeitet und später wurden die Ergebnisse im Plenum  vorgestellt. Am Nachmittag hat dann Rheinland-Pfalz das World-Café angeleitet. Hierbei mussten wir in verschiedenen Gruppen fünf Fragen beantworten.

Am Abend gab es verschiedene Möglichkeiten: Entweder konnte man sich im Freizeitraum aufhalten, Party machen oder draußen Versteck-Fangen spielen.

Am Sonntag haben wir noch eine Reflexionsrunde gemacht.

Nach dem Mittagessen machte sich jeder auf die Heimreise.

Es war eine sehr schöne Zeit!

(Lukas, JvJ NRW)

Wie war das eigentlich, in den 70er und 80er Jahren im Heim aufzuwachsen? Und was haben junge Menschen, die heute in Wohngruppen und Einrichtungen leben, damit zu tun? Damit setzt sich der Film "Wir sind doch keine Heimkinder!" auseinander, bei dem u.a. Alex von JvJ NRW mitgewirkt hat. Eine tolle Initiative, wie wir finden. Den Film und weitere Infos findet ihr hier.

Im Rahmen einer Aufführung des Films in einem Kölner Kino haben Alex und Simone von JvJ NRW Statements abgegeben. Die findet ihr auf dieser Seite (dazu müsst ihr ein bisschen runter scrollen).